Staatspreis Patent – von der Erfindung einer Marke. Interview mit Mariana Karepova, Präsidentin des Österreichischen Patentamts

Der Staatspreis Patent war „unser“ erster Staatspreis – ein wunderbares Award-Projekt, bei dem wir von Beginn an mit an Bord waren und für das und mit dem Österreichischen Patentamt den Wettbewerb, das Design und den Event entwickeln und umsetzen durften. Mariana Karepova, Präsidentin des ÖPA, zog gemeinsam mit uns Bilanz.

message: Sehr geehrte Frau Präsidentin, Sie haben 2016 den Staatspreis Patent ins Leben gerufen. Wie kamen Sie auf die Idee?

Mariana Karepova: Wir sind seit 120 Jahren erste Anlaufstelle für Patente, Marken und Designs. Viele faszinierende Innovationen gehen daher täglich durch unsere Hände. Alleine letztes Jahr waren es mehr als 10.000. Manchmal denkt man sich, ja ok, interessant, Stempel drauf und weiter, aber manchmal gibt es eben auch diese wirklichen Wow-Erlebnisse. Ich finde, die haben eine größere Aufmerksamkeit verdient. Zum Staatspreis war es dann nur mehr ein logischer Schritt.

message: Was lag Ihnen und Ihrem Team bei der Umsetzung besonders am Herzen?

Mariana Karepova: Man kann das, was wir machen, schon als ziemlich kopflastig bezeichnen. Wir sind Meister, im akribischen Recherchieren und genauen Anschauen. Bei aller Liebe, unsere Arbeit bleibt eine ziemlich trockene Angelegenheit. Um Dritte für unsere Dinge zu begeistern, muss man sie publikumswirksam rüberbringen. Emotionen spielen da eine wichtige Rolle und sie sind da, man muss sie nur sichtbar machen. Sie stecken hinter jeder Erfindung, jeder Marke, jedem Design. Doch wie rückt man sie ins richtige Scheinwerferlicht? Ein anderer Blickwinkel, wie der von einer Agentur wie message, kann da sehr helfen.
Und: Wir wollten, dass möglichst viele Erfinderinnen und Erfinder am Wettbewerb teilnehmen. Die Schwelle sollte niedrig sein. Daher war es wichtig, dass das Einreichtool klar und nicht zu kompliziert ist.

message: Der Staatspreis Patent wird ja alle zwei Jahre vergeben.

Mariana Karepova: Ja, ich denke das ist ein guter Rhythmus. Eine sorgfältige Auswahl durch eine kompetente Jury braucht Zeit. Und es sollte, meiner Meinung nach, nicht zu viele Award-Shows geben. So eine Preisverleihung sollte etwas Besonderes bleiben. Neben der Kategorie “Patent” und “Marke des Jahres” haben wir auch jedes Jahr den Preis in einer Spezialkategorie vergeben. Gewöhnungseffekte kommen so erst gar nicht auf. So wurde beim ersten Mal mit dem “Spezialpreis Hedy Lamarr” eine Erfindern, nämlich Alberta Bonanni, geehrt. Und 2018 haben wir Christian Bartenbach für sein “Lebenswerk” ausgezeichnet.

message: Den Abschluss und Höhepunkt bildet der Galaabend mit der Verleihung.

Mariana Karepova: Die Gala ist eindeutig der Höhepunkt des Wettbewerbs und das Highlight in unserem Veranstaltungskalender.  Message ist es gelungen, mit tollen Licht- und Toneffekten die richtige Atmosphäre in den Sofiensälen zu schaffen.  Die nominierten Einreichungen werden vorgestellt; alle sind da, nicht nur die PreisträgerInnen; natürlich kommen auch Jurymitglieder zu Wort, und wichtige VertreterInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und der Kreativszene sind im Publikum. Nach der feierlichen Verleihung ergeben sich so viele interessante Gespräche – und für ein bisschen Partystimmung soll auch gesorgt werden. Schließlich feiern wir an diesem Abend die innovativsten und kreativsten Menschen des Landes!
Auch die Trophäe wurde nach dem letzten Stand der Technik geschaffen und vertritt gut, wofür wir stehen: Für Neues, Erfinderisches und Vernetztes.

message: Vielen Dank! Wir freuen uns schon auf den Staatspreis Patent 2020!

Ausführliche Informationen zum Staatspreis Patent, der Nominierten und PreisträgerInnen inklusive aller Highlights der beiden Award-Shows in Bildern gibt’s auf www.staatspreis-patent.at.

LIFE DICCA – message unterstützt das Ökosystem Donauinsel

Der Klimawandel ist ein Thema, das auch uns besonders am Herzen liegt. Im Auftrag der Stadt Wien (MA 45 – Wiener Gewässer) haben wir das EU-Projekt LIFE DICCA (“Danube Island Climate Change Adaptation“) unterstützt, mit dem negativen Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt der Donauinsel entgegengesteuert werden soll.

Dazu gehörten u.a.

  • die Gestaltung unterschiedlicher Informations-Materialien (Flyer etc.)
  • die Gestaltung kinderfreundlicher Informationen (Windrad zum Selberbasteln)
  • und: das Branding des DICCA Bully’s

Der DICCA Bully – ein Eyecatcher auf vier Rädern

Der modernisierte und mit einem Katalysator ausgestattete DICCA Bully wird auf der Wiener Donauinsel stationiert und die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um Wiens größtes Naherholungsgebiet an einem Gewässer versorgen. Dank neuem Design ist der Bully ein bunter Eyecatcher, der dem Thema Klimaschutz die nötige Aufmerksamkeit zuteil werden lässt.

Die Donauinsel ist ein wertvolles Ökosystem, das es zu schützen gilt. Durch die klimatischen Änderungen sind auch heimische Pflanzen- und Tierarten bedroht. Mit dem EU-Projekt LIFE DICCA setzt die Stadt Wien zwischen 2018 und 2023 wichtige Maßnahmen, um das Ökosystem Donauinsel zu erhalten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

“Google Sheep View” – Mit tierischer Unterstützung zum Medien-Hype

Wir waren mittlerweile zum zweiten Mal bei der Nordic Place Branding Conference und haben auch heuer wieder viele spannende Eindrücke aus Stockholm mitgebracht. Einige davon möchten wir hier auf unserem Blog gerne teilen. Wir beginnen mit dem Beitrag der Faröer Inseln, der uns besonders begeistert hat.

Die Inselgruppe liegt im Nord-Atlantik zwischen Island und Norwegen. Idyllische Fjorde und spektakuläre Landschaften, die man auf Google Street View lange Zeit vergeblich gesucht hat. Der Tourismusverband der Faröer Inseln hatte schließlich eine Idee, wie man beeindruckende – und werbewirksame – 360-Grad-Ansichten auch ohne Street-View-Fahrzeuge produzieren kann: mit tierischer Unterstützung!

Foto: ©visitfaroeislands.com

Foto: ©visitfaroeislands.com

Auf den Faröer Inseln leben 50.000 Menschen – und über 80.000 freilaufende Schafe. 2016 wurden einige der Tiere kurzerhand mit 360-Grad-Kameras ausgestattet und auf Wanderschaft geschickt. Die dabei entstandenen Street-View-Ansichten wurden automatisch zum Google-Dienst hochgeladen. Eine Aktion, die nicht nur bei Google, sondern in der ganzen Welt für Aufsehen sorgte.

Das beeindruckende Fazit:

0 % Medien-Budget + 100 % Kreativität = eine unmittelbare Steigerung der Hotelbuchungen um 10 % und ein schier unbezahlbarer Werbewert

Well done, Faroe Islands!

 

Hier geht’s zum Video!