Bühne im Gericht – unser neues Kulturprojekt

Heißer November, neue Kulturinitiative, neues Betätigungsfeld

Nach hunderten Eventproduktionen mussten wir uns eingestehen – wir waren noch nie selbst Veranstalter! Haben noch nie Tickets verkauft, gebangt, ob wir den Saal füllen können. Um Sponsoren gerittert. Als dann das Stadtmarken-Projekt in unserer (Monika und Karls) Heimatstadt Neulengbach abgeschlossen und auch die Modernisierung des Lengenbacher Saals im Gerichtsgebäude fertig war, war es auch Zeit für uns: Mit der “Bühne im Gericht” wollen wir ein qualitativ hochwertiges Kunst- und Kulturangebot im historischen Stadtzentrum schaffen. In der charmanten Atmosphäre eines alten Gerichtsgebäudes, in dessen Zellen schon Egon Schiele einsaß. In einem ersten Zyklus holten wir Künstler aus der Region gemeinsam mit bekannten, überregionalen Künstlern auf die Bühne. Von der irischen Folkband Ciúnas, über Kabarett mit Christoph Fälbl und Jürgen Vogl, Jazz mit Stella Jones bis zu einer fulminanten Beatles-Show mit Monika Ballwein konnten wir einen schönen, erfolgreichen Start hinlegen. Auch das ist Stadtmarketing. Denn das Label “Bühne im Gericht” ist ganz bewusst an die neue Stadtmarke Neulengbach angelehnt und soll den Kulturstandort überregional bekannt machen.

www.buehne-im-gericht.at

https://www.facebook.com/buehneimgericht/

Das ist das schrecklichste Projekt von allen!

Unsere neue Website

Die Quelle dieses Ausrufs möchte anonym bleiben, war dies doch lediglich ein Ausdruck schierer Verzweiflung und keine allgemeingültige Aussage zu dem, was wir nun vor uns haben: unsere neue message-Website.

“Na, die müssen Zeit haben! Vor Weihnachten eine neue Website raushauen.” Mitnichten! Keine Zeit. Aber leider keine Zeit seit Monaten. Designed im Februar. Fertig programmiert im April. Ein bisserl befüllt im Sommer. Mehrere selbst gewählte Go-live-Termine ungeniert vorbeigehen lassen. Aber jetzt – jetzt, wo wir ohnedies schon vorweihnachtlich voll Yogi-entspannt Kopfstehen (wenn wir es denn nur könnten, das mit dem Kopfstand) – genau jetzt meint der Chef: F-E-R-T-I-G—W-E-R-D-E-N !!! Nein – wir “gönnen” uns nicht die Blamage, heuer wieder keine neue Website für uns selbst geschafft zu haben. Nein – heuer ganz sicher NICHT! Schlafen ist sowieso überbewertet. Geschenke einkaufen gehen auch. Außerdem sind es ja noch ein paar Tage bis Weihnachten.

Ja, unser Programmierpartner gugler spricht übrigens noch mit uns. Und ja, wir freuen uns, dass wir so viele tolle Projekte herzeigen können, dass wir eben zum Release-Datum noch nicht fertig sind. Aber eine Website ist ja nie fertig, soll sie auch nicht sein, sondern ständig wachsen, sich erneuern (ach ja: warum tut sie das eigentlich nicht von alleine?!?) und immer wieder ein neues Kapitel unserer Story erzählen.

Bleiben Sie dran – wir werden Sie trotz aller guten Vorsätze sicher nicht zuspammen 😉

Ober-Grafendorf: Die Marke wächst genau hier!

Die Entwicklung der Marke Ober-Grafendorf, die mit einem partizipativen Prozess in Form von Stakeholder-Workshops, einem offenen Begegnungsraum (Design-Lab) vor Ort sowie Blog inklusive Toolbox begann, geht nun in die nächste Runde. Seit der Abschlusspräsentation hat sich einiges getan: Viele Ober-GrafendorferInnen nutzen die Toolbox und zahlen bei ihren Aktivitäten freiwillig in die Marke Ober-Grafendorf ein. Ob Adventmarkt, Kindermaskenball oder das neue Programm der Volkshochschule: Die Ober-GrafendorferInnen nutzen das neue Design, um ihre Story weiter zu erzählen. Das Subbranding der Pielachtalhalle wurde fertiggestellt, ebenso die markenkonforme Gestaltung der Bushaltestellen und der Gemeinde-Fahrzeuge. Und auch das neue Webportal ist nun online.

Genau so geht Stadterneuerung 🙂

Wenn’s weihnachtet bei message …

Wenn Designerinnen Kekse backen, dann beginnt das zuallererst mit einem guten Scribble. Dann geht‘s ab in die Indesign-Küche, weiter über den 3D-Drucker (Ausstecher!) und nach einem ganz kurzen Stopp in der Backstube sofort ins Fotostudio und danach wieder zurück in den Photoshop. Unser „einfaches“ Lebkuchenrezept*) teilen wir sehr gerne mit Ihnen – die message-Kekse haben wir selbst gefuttert!

Und OK, das ist mehr eine Fotostory als ein Blogeintrag, also quasi ein Flog … oder auch ein Klog, denn schließlich geht es um WeihnachtsKekse und WeihnachtsKartenmotiv.

*) Download Lebkuchenrezept

 

Stadtmarkenprozess Neulengbach: Interview mit Stadtamtsdirektor Leopold Ott

Wir blicken auf das bisher umfassendste und fundierteste Stadtmarkenprojekt in der Geschichte unserer Agentur zurück und fragen nach: Wie bewährt sich die neue Stadtmarke und wie zufrieden sind die NeulengbacherInnen? Wir haben Stadtamtsdirektor Leopold Ott zum Interview gebeten.

Die Identität, die Positionierung, das Erscheinungsbild, die Erzählung der Stadtgemeinde Neulengbach – im Rahmen eines rund sechsmonatigen Projektes entwickelten wir eine neue Stadtmarke. Dabei stand vor allem der Dialog mit den BürgerInnen, UnternehmerInnen und den vielen AkteurInnen des öffentlichen Lebens im Vordergrund. Inzwischen liegt das Projekt zwei Jahre zurück. Ein guter Zeitpunkt für ein Update.

message: Sie sind Stadtamtsdirektor von Neulengbach. Was sind aus Ihrer Sicht in der heutigen Zeit die größten Herausforderungen kleinerer Städte und Gemeinden?

Leopold Ott: Zu den größten Herausforderungen für Gemeinden zählt der wertschätzende Umgang miteinander und dafür zu sorgen, dass die Daseinsvorsorge für die gesamte Bevölkerung gewährleistet wird. Es sind vor allem Themen wie Bildung/Bildungseinrichtungen, Verkehrsanbindung und eine intakte Kulturlandschaft, die entscheiden, wo man leben möchte. Da sind wir in Neulengbach sehr gut aufgestellt. Auch Abwanderung ist kein Thema bei uns. Trotzdem ist es uns sehr wichtig, dass sich die NeulengbacherInnen bei uns wohl fühlen und dass vor allem die Jugend genügend Gründe hat bei uns zu bleiben.

message: Warum war es wichtig die Neulengbacher Stadtmarke zu erneuern/optimieren?

Leopold Ott: Wichtig für die Weiterentwicklung einer Gemeinde ist die Identifikation der Bevölkerung mit der eigenen Gemeinde. Dabei spielen Zukunft und Vergangenheit eine wichtige Rolle. Wenn eine Marke “alt” ist, ist es wichtig, sie fit für die Zukunft zu machen, ohne aber dabei den Kern und die Geschichte dahinter aus den Augen zu verlieren. Dazu sind viele Maßnahmen notwendig. Konkret bei der neuen Standortmarke ist dies aber auch gelungen, weil die Bevölkerung sehr intensiv in den Entwicklungsprozess eingebunden war. Die neue Marke soll ja sowohl nach innen als auch nach außen wirken.

message: Mit welchen Wünschen bzw. welcher Erwartungshaltung sind Sie in den Stadtmarkenprozess gegangen?

Leopold Ott: Meine Erwartungshaltung in den Prozess war davon getragen, dass Neulengbach mit einem neuen, modernen und einheitlichen Auftritt im Konzert der Gemeinden im neu geschaffenen Bezirk St. Pölten und im Land Niederösterreich den entsprechenden Stellenwert erfährt. Neulengbach ist zentraler Ort in der Region und damit auch Kristallisationspunkt für eine Reihe überregionaler Aufgaben.

message: Wie wertvoll war das Miteinbeziehen bzw. die Beteiligung der BürgerInnen an dem Prozess?

Leopold Ott: Die Einbindung der Bevölkerung war wichtiger Faktor für den Erfolg, den die neue Marke nun erfährt. Vor allem das Selbstverständnis und die Identifikation mit der neuen Marke wurde damit abgesichert. Außerdem war sehr viel Begeisterung spürbar. Schon damals bei der Stadterhebung wurde eine Art Aufbruchstimmung ausgelöst. Ähnlich war es dann auch beim Stadtmarkenprozess.

Für uns war wichtig, dass wirklich alle eingeladen werden, einen Beitrag zum Stadtmarkenprozess zu leisten, wenn sie das möchten. So hatte jede/r die Möglichkeit, seine/ihre Ideen einzubringen.

message: Wie gut wird die neue Stadtmarke angenommen? Woran ist das zu erkennen?

Leopold Ott: Wir sind immer noch am Beginn des Ausrollungsprozesses. Es ist aber immer stärker spürbar, dass die neue Marke die Neulengbach-Marke wird. Viele Vereine und Kaufleute haben ihre Außenauftritte bereits an die neue Marke angepasst.

Vor allem die drei Stäbe schaffen einen hohen Wiedererkennungswert. Auch unsere Stadteinfahrten sind ein Blickfang. Ich habe viel positives Feedback bekommen, nicht nur von den NeulengbacherInnen, sondern durchaus auch aus der Nachbarschaft/den Nachbargemeinden.

message: Was hat sich in/für Neulengbach verändert, seitdem die neue Stadtmarke zum Leben erwacht ist (Wahrnehmung von innen und außen)?

Leopold Ott: Spürbar sind ein neues Selbstverständnis und ein gesteigertes Wertegefühl zur eigenen Gemeinde. Von außen wird Neulengbach noch stärker als modern, innovativ und zielstrebig wahrgenommen.

message: Wie zufrieden sind Sie persönlich mit der neuen Stadtmarke? 

Leopold Ott: Die eigene Zufriedenheit ist hier nicht maßgeblich. Ich freue mich aber doch, dass der neue Auftritt die erwünschten Erfolge nach innen und außen zeigt.

message: Vielen Dank!

 

Weitere Informationen zum Stadtmarkenprozess Neulengbach finden Sie hier.